13.01.2017

Beauty: Favoriten des Jahres 2016

Ohne viele einleitenden Worte: Das waren meine Beautyfavoriten des vergangenen Jahres!

Reinigung


2016 war das Jahr, in dem ich zum ersten Mal zufrieden mit meiner Gesichtsreinigung war. Ich entdeckte das double cleansing für mich und entdeckte einige Produkte, die meine sonst problematische Haut zum Strahlen brachten. Außerdem brachte das vergangene Jahr eine nicht unerhebliche Umstellung mit sich: Ich entschloss mich, ganz auf Naturkosmetik umzusteigen und benutze mittlerweile tatsächlich ausschließlich (vegane) organic Marken.

Mandelöl

Da meine Haut Kokosöl schlichtweg nicht vertragen hat, musste ich mich nach Alternativen umsehen. Ich nahm mir aus Verzweiflung spontan ein Mandelöl aus dem Reformhaus mit und fand damit unerwartet einen neuen Favoriten. Ich benutze das Öl für den ersten Schritt beim double cleansing und der Schmutz des Tages schmilzt mir damit förmlich vom Gesicht. Wenn ich Zeit habe, massiere ich mir mit dem Mandelöl auch gerne etwas länger die Gesichtshaut und werde dafür mit einem Glow belohnt.

Evolve Beauty Gentle Cleansing Melt

Dieses Produkt habe ich erst vor zwei Wochen entdeckt und recht schnell für gut befunden. Ich benutze es entgegen seines eigentlichen Zwecks morgens nach dem Aufwachen. Die geleeartige Konsistenz wärmt und durchfeuchtet die Haut ganz wunderbar.

Herbivore Botanicals Pink Clay Maske

Zunächst war ich nicht allzu begeistert von der Maske, mittlerweile benutze ich sie aber gern alle drei bis vier Tage, um meine Haut zwischendurch von Unreinheiten zu befreien. Sanft, aber effektiv!

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Feuchtigkeit


Antipodes Vanilla Pod Hydrating Day Cream

Eine Standardcreme, die anstandslos das Gesicht den ganzen Tag befeuchtet. Tut unreiner Haut gut, weil sie nicht reizt und angenehm kühlt.

Lanolips Everywhere Cream

Allround-Produkte waren dieses Jahr mein Thema. Ganz besonders für mich entdeckt habe ich die Marke Lanolips. Die Verpackung ist ein wahrer Hingucker, der Inhalt ganz wunderbar. Die Creme liegt auf meinem Nachttisch. In meinem Rucksack. Und auf dem Schreibtisch. Ich benutze sie für meine Hände und das Gesicht und mir gefällt sehr gut, dass die Textur schnell einzieht.

Dr. Hauschka Clarifying Toner

Der Toner befindet sich schon seit geraumer Zeit in meinen Pflegefavoriten. Er neutralisiert und vitalisiert die Haut angenehm, ob nach einer Gesichtsmaske oder einem langen Tag. Da ich gerade etwas mit kältebedingter Trockenheit zu kämpfen habe, verzichte ich hin und wieder darauf. Von Pickeln geplagter Haut tut er aber unheimlich gut.

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Schminken


Hiro Space Balm

Noch so ein Allrounder, den ich die letzten Monate tagtäglich mit mir herumgetragen habe. Ursprünglich ist der Space Balm einfach ein Concealer. In dieser Rolle funktioniert er auch perfekt. Durch die enthaltenen natürlich Öle pflegt er trockene Stellen, anstatt sie hervorzuheben, er rutscht im Verlauf des Tages nicht und verschmilzt zart mit der Haut. Desweiteren funktioniert er auch als Lidschatten- oder Lippen-Basis und wenn man einen helleren oder dunkleren Ton wählt, fungiert er unter Umständen auch als Highlighter oder Contour-Creme. Als wäre das nicht schon genug, befindet sich dieses Gesamtpaket in einem handlichen Tiegel mit eingebautem Spiegel. Was will man mehr?

RMS Beauty Living Luminizer

Wie konnte ich so lange Zeit ohne dieses Produkt auskommen? Der Living Luminizer ist ein Highlighter, der gänzlich ohne große Schimmerpartikel auskommt. Aufgrund dessen sieht er wunderschön natürlich aus, er hebt die jeweiligen Partien einfach durch einen leichten Glanz hervor. Auch wenn man einen eher unerheblichen Effekt erwarten würde - der Highlighter bewirkt tatsächlich wahre Wunder und macht aus einer fahlen Wasserleiche eine aufgeweckte Elfe (oder so ähnlich).

Burt's Bees Lippenbalsam

Wenn ich etwas sammle, dann sind es definitiv Lippenpflegeprodukte. Ich bekomme nämlich schnell trockene Lippen und muss etwas dagegen tun. Dieses Jahr habe ich die Marke Burt's Bees für mich entdeckt. Sie ist wohl zwar nichts für Veganer, aber ich mag ganz besonders den "Hydrating Coconut & Pear" Lippenpflegestift. Er ist reichhaltig, aber nicht klebrig. Sehr zu empfehlen sind auch die Tinted Lipbalms!

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Körperpflege

Fine Deodorant

Zweifelsohne mein Favorit des Jahres! Ein veganes und natürliches Deo mit einem tollen Duft - und es funktioniert. Der hübsche Tiegel krönt das Ganze noch. Klare Empfehlung ohne viel Worte.

2017 möchte ich den letztjährig gut umgesetzten Vorsatz weiterführen: Qualität vor Quantität. Und mich noch lange an den gefundenen Perlen erfreuen.

Habt´s schön!

// Mayla

08.01.2017

Wochenrückblick KW 1

Der erste Wochenrückblick in diesem neuen Jahr! Bis die Uni wieder losgeht, haben wir es uns ein bisschen gemütlich gemacht. Mit dabei sind dieses Mal Tipps zum schmökern und anschauen.

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Geschenkt bekommen

  • Wir haben bisher recht wenig in unsere Wohnung investiert, wollen sie aber nun etwas grüner gestalten. Zum gehegten Rosmarinstrauch und der selbstgezogenen Chilipflanze kam nun ein Kaktusableger aus dem Elternhaus mit in die neue Wohnung. (S)

Gekauft

  • Beatles Monoaufnahmen. Ein etwas verspätetes Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk für meinen Freund. Die Beatles gehören definitiv zu einer unserer Lieblingsbands, somit durfte die Gesamtausgabe in Monoaufnahme nicht länger bei uns fehlen. (S)
  • Ich bin etwas spät dran mit meinem Wandkalender. Auch, weil ich mich bei der riesigen Auswahl nur so schwer entscheiden kann. Dieser hier hat mich aber spontan überzeugt. Ein klares Plus ist, dass man ihn sich selbst ausdrucken kann. (M)

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Quelle: BoundLove

Gelesen

  • Karl Popper - Logik der Forschung. Im Masterstudiengang beschäftitigten wir uns am Anfang auch viel mit Forschungstheorie und verschiedenen Grundlagen. Mit dabei war auch ein Text von Karl Popper. Thematisch angefixt setzte ich das Buch auf meine Leseliste und habe mich bereits darin vergraben. (S)

Gesehen

  • Rogue One. Kennt ihr das, wenn ihr erst mal nichts mehr mit euch anzufangen wisst, wenn ihr einen guten Film gesehen habt? So ging es mir mit dem neuen Star Wars-Ableger. Überraschend gut, spannend, witzig, klare Empfehlung. Und unbedingt im Originalton sehen!(M)
  • Und noch etwas, bei dem das Fanherz rasant hüpft: The Doors - Feast of Friends gibt es noch bis 28. Januar in der Arte Mediathek. Das ist die erste und einzige Doku über The Doors, die von ihnen selbst produziert wurde. (M)

Gegessen

  • Apfel- und Chillichutney mit Reis. Die beiden Chutneys waren teil eines Weihnachtsgeschenkes an uns und wurden endlich aufgebraucht. Reis dazu und ein bisschen gebratener Räuchertofu, fertig war das Mittagessen. (S)

Gereist

  • Von Freiburg nach Basel. Gestern habe ich mit einer Freundin einen kleinen Samstagsausflug nach Basel gemacht. Das Baden-Württemberg-Ticket in der Tasche ging es für ein paar Stunden in die Schweiz. Wir sind ein bisschen am Rhein entlang gelaufen und haben die Innenstadt begutachtet, uns in der vegetarischen/veganen Bistrokette Tibits aufgewärmt und sind anschließend wieder nach Freiburg gefahren. (S)

26.12.2016

New Years Resolution: Train mindfulness

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Das Jahr 2016 war für mich ein Jahr der Extreme. Ich habe viel erreicht aber es gab auch genügend Rückschläge. Meinen ganz persönlichen Erfolg habe ich aber durch die Erlangung meines diesjährig einzigen großen Ziels gefeiert: Ich bin insgesamt glücklicher und zufrieden geworden. Wie ich das geschafft habe? Durch Yoga, bewusste Pausen und allabendliches Reflektieren über den vergangenen Tag. So war mir stets bewusst, was ich alles erreicht habe und wurde mit einem beruhigenden Gefühl der Zufriedenheit belohnt.

Im kommenden Jahr möchte ich diesen Zustand auf die nächste Stufe heben. Ich leide noch immer manchmal unter starkem Stress, der oftmals durch banale Kleinigkeiten ausgelöst wurde. Dabei überwiegen an den 24 Stunden, die ein Tag hat, meist die guten Dinge. Warum also nicht diese Dinge in den Vordergrund rücken? Egal was es ist - ein schönes Frühstück am morgen, die Lieblingsjeans, ein gelungener Vortrag, gutes Wetter, das Wiedersehen mit Freunden - man sollte diese vermeintlich kleinen Dinge und Momente über die ständigen Sorgen stellen. Es bringt nichts, ständig an einem Problem zu nagen, man muss dieses Problem schlichtweg so schnell wie möglich lösen. Um sich dann wieder anderen Dingen zuzuwenden.

Wir verbringen so viel Zeit damit, über unangenehme vergangene Dinge nachzudenken und vergessen dabei, dass es uns zum jetzigen Zeitpunkt doch gar nicht so schlecht geht. Und wir sitzen die meisten Unannehmlichkeiten lieber aus, als einfach eine bewusste Entscheidung zu treffen. Da bleibt nicht mehr viel Zeit für sich selbst.

Durch Zufall bin ich auf eine kleine YouTube-Serie der Britischen Vogue gestoßen, die sich mit dem Thema Wellness auseinandersetzt. Eine ganz wunderbare Camille Rowe befragt darin unterschiedliche Spezialisten, unter anderem eine Köchin, einen Psychologen, Fitnesstrainer, wie sie für sich Wellness und Achtsamkeit definieren. Die Quintessenz des Ganzen:  Liebe dich selbst, entspanne dich und halte dir stets vor Augen, dass es immer nur besser werden kann. Die Serie präsentiert natürlich keinen hochwissenschaftlichen Standpunkt und verbreitet teilweise hippieeske feel-good-Atmosphäre, aber grundsätzlich stimme ich den Aussagen zu. Wer die Serie noch nicht kennt und eine ruhige Nachmittagsbeschäftigung sucht, darf sie sich gerne zu Gemüte führen. Die erste Folge findet man hier.

Fühlt euch dazu aufgerufen, im neuen Jahr auch den kleinen Dingen des Alltags mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ihr werdet zufriedener mit euch selbst sein, das verspreche ich euch!

// Mayla

24.12.2016

Last-Minute-Weihnachtsgeschenk: Chiliöl!

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Jedes Jahr stellt sich mir dir Frage: was bringe ich xy mit? Einem Menschen, der eigentlich schon alles hat? Etwas Selbstgemachtes muss her. Dieses Jahr hatte ich Lust, ein Chiliöl selbst zu machen. Als Würze in Soßen oder Salaten oder einige Tropfen auf die Pizza mag ich es ganz gerne, ist aber natürlich nur etwas für Menschen, die gerne scharf essen und damit keine gesundheitlichen Probleme haben. Für das Chiliöl gibt es zwei Möglichkeiten, je nachdem, wie viel Zeit ihr noch habt: 

Früh-dran-Version: 

Ihr besorgt euch schöne Flaschen, die am besten einmal ausgekocht und im Ofen getrocknet werden, damit sie so keimfrei wie möglich sind. Im Asiamarkt bzw. auch Supermarkt findet ihr Päckchen mit getrockneten Chilis und das Öl eurer Wahl. Wegen der Geschmacksneutralität nehme ich für so etwas meistens Sonnenblumen- oder Rapsöl. In die Flaschen mit etwa 250 ml Fassungsvermögen fülle ich eine gute Bodendecke getrockneter Chilis, die ich ein bisschen aufgebrochen habe, um die schafen Samen herauszulassen. Anschließend wird mit Öl zur gewünschten Füllhöhe aufgefüllt. Die Flasche schüttele ich einmal vorsichtig, sodass oben schwimmende Schoten wieder mit Öl bedeckt sind und verstaue sie dann an einem möglichst dunkel und kühlen Ort. Etwa 2-3 Wochen sollte das Öl ziehen, je nachdem welchen Schärfegrad ihr anstrebt. Wenn alles fertig durchgezogen ist, kann das Öl aus Ästhetikgründen noch filtriert werden. Ich lasse die Schoten gerne darin.

Spät-dran-Version: 

Man nehme wieder einige saubere Flaschen, getrocknete Chilischoten und eine Ölsorte der Wahl. Die Chilischoten wieder etwas kleinbrechen oder schneiden und das Öl in einem Topf erhitzen (Vorsicht, es darf nicht rauchen, also eher auf kleinerer Flamme erwärmen). Die Chilischoten hinzugeben und 2-3 Minuten im Öl herumrühren, dabei unbedingt aufpassen, dass nichts anbrennt. Danach das Öl etwa 15-20 Minuten abkühlen lassen und in möglichst sterile Flaschen umfüllen, wenn gewünscht durch ein Sieb laufen lassen. Ich nehme lieber getrocknete Chilischoten, weil ich bei frischen Schoten immer etwas Sorgen habe, dass das Öl zu schimmeln beginnt.

Viel Spaß und frohe Weihnachten!

// Sarah

27.11.2016

Über Smartphone-Entzug

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Smartphones halten nicht so lange, wie alte Tastenhandys, das war mir klar. Mein derzeitiges Smartphone hatte ich fast drei Jahre lang, sein baldiges Aufgeben hat es aber bereits vor Monaten in Form von Aussetzern angekündigt. Vor zwei Wochen gab es endgültig den Geist auf - der Touchscreen ist nicht mehr bedienbar. Etwas genervt kramte ich ein altes Nokia-Tastenhandy aus der Schublade. Mein Smartphone war nicht nur Ereichbarkeitsmedium für mich, sondern auch Wecker, Navigator und Zeitvertreiber.

Schnell fehlten mir meine zehn verschiedenen Wecker für Termine in der ganzen Woche: verschiedene Weckzeiten für verschiedene Unitage oder wann ich zu meinem Nebenjob muss. Auch um meine Mails zu checken brauche ich nun immer meinen Laptop, weil ich oft wichtige Mails bekomme: Referatsgruppen, Seminarpläne, Dienstpläne und Ausfalltermine. Wenn ich dann mal in der Stadt bin schaute ich am Handy nach, wann die nächste Tram nach Hause fährt oder was es in der Mensa zu essen gibt - nun geht das nicht so einfach. Beim Schreiben einer Sms fasse ich mich kurz, obwohl ich eine Flatrate habe. Der ungewohnte Tastenwiederstand macht das Tippen unglaublich anstrengend, selbst mit dem fast vergessenen T9-System.

Nach zwei Wochen Entzug habe ich aber auch einige Vorteile am Tastenhandy entdeckt: wenn ich nicht über verschiedene Social-Media-Kanäle erreichbar bin, geht es mir besser, wie Mayla kürzlich auch berichtet hat. Und immerhin einen Wecker kann ich täglich einstellen, so hangele ich mich einfach von Termin zu Termin. Und auch Spiele sind verfügbar - endlich wieder Tetris und Snake!
Einzig das kleine Format des Tastenhandys werde ich vermissen, es passt in jede noch so kleine Hosentasche. Mein neues Smartphone ist aber schon bestellt und wird Mitte Dezember vermutlich bei mir eintreffen. Es wird ein Shiftphone, sollte mal etwas sein, kann man einzelne Module nachkaufen und vor allem den Akku selbstständig wechseln. So wird es mir nie wieder passieren, dass der Touchscreen nicht mehr geht und der eingestellte Wecker mehrere Stunden dauerklingelt, weil ich ihn nicht ausschalten kann, aber auch kein Reset des Handys möglich ist. Besonderen Wert legen die Macher auf eine faire Produktion, stecken aber nicht so viel Geld in Werbung und Marketing, sodass es nicht so teuer ist, wie das Fairphone zum Beispiel. Ich werde vielleicht berichten, wie es mir so gefällt.

// Sarah

22.11.2016

Über Social Media-Detox

Chiaroscuro-Magazine_Social-Media-Detox
Als ich aus meinem ersten Urlaub seit vielen Jahren nach Deutschland zurückgekehrt war, hatte sich in mir eine Tiefenentspannung breit gemacht, die ich schon lange nicht mehr verspürt hatte. Ich war motiviert und freute mich auf alles, was auf mich zukommen sollte. Bis auf eines: Klingelnde Handys, aufploppende Benachrichtigungen und den Zwang, etwas für die Onlinepräsenz zu produzieren. 

Von einem Tag auf dem anderen, es geschah ohne offiziell gefassten Entschluss, kehrte ich den sozialen Netzwerken den Rücken. Ich kündigte meine Abwesenheit nicht an, bereitete mich nicht darauf vor und wagte es einfach. Wobei sich dies für mich nicht als besonderes Wagnis herausstellte. Ich hatte schlichtweg keine Lust mehr, sofort nach dem Aufstehen Instagram zu checken oder die fünf neuen Nachrichten zu beantworten. Auch tagsüber konzentrierte ich mich auf andere Dinge. Und irgendwann stellte ich fest: Ich hatte plötzlich unglaublich viel Zeit gewonnen. Ich war zufrieden. Ich war motiviert. 

Mit einem Mal erledigte ich all die Dinge, für die ich nie Zeit hatte. Ich band die Monstera endlich hoch, die auf dem obigen Bild noch unmotiviert herumhing. Ich entrümpelte unseren übervollen Abstellraum. Ich las ein Buch. Ich malte. Und ich nahm mir Zeit für mich.
Ich habe in den Wochen überraschenderweise nichts vermisst, ebensowenig hatte ich das Gefühl, etwas zu verpassen. Trotzdem bin ich mittlerweile wieder aktiv im Internet unterwegs, allerdings gehe ich nun entspannter an die Sache ran. Ich habe keine bescheuerten Schuldgefühle mehr, wenn der virtuelle Kram nicht up to date gehalten wird. Und da man nicht tagtäglich mit dem selben Mist konfrontiert wird, macht das Scrollen und Entdecken viel mehr Freude. Denn verteufeln muss man die sozialen Kanäle nicht, jedoch muss man sich vor der Gefahr der Übersättigung schützen. Notfalls mit der totalen Abstinenz. In jedem Fall lohnt sich diese Erfahrung und ich versichere euch: Das Leben "draußen" ist wirklich spannender. 

 // Mayla

11.10.2016

Apps, die keine Zeitfresser sind

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Ich habe in den letzten Monaten den Gebrauch meines Smartphones grundsätzlich überdacht. Wie oft benutze ich es eigentlich und aus welchen Gründen? Natürlich steht da zum einen die Kommunikation mit Freunden und Familie im Vordergrund. Da ich kein Festznetz-Telefon besitze, kommt bei Telefonaten immer das Handy zum Einsatz. Auch Direct Messaging-Dienste wie Whatsapp und Telegram wie auch den Facebook Messenger habe ich installiert. Daneben greife ich ständig, weil ich viel unterwegs bin, auf den Maildienst meines Iphones zurück. Und der Rest? Als Blogger und freischaffende Fotografin ist es wichtig, dass ich in den Sozialen Netzwerken stets präsent bin. An sich ist das nichts Verwerfliches, doch artet das Up-to-date-Bleiben immer wieder in stundenlanges Scrollen aus und ehe man es sich versieht hat man wieder einmal die gesamte Facebook-Timeline aufgesogen. 

So verhielt es sich zumindest bei mir noch vor ein paar Wochen. Mittlerweile habe ich meinen digitalen Konsum recht gut im Griff. Geholfen hat mir dabei eine strenge Organisation meines Tageszeitplans. Klingt furchtbar, ist es in der ersten Zeit auch, aber es ist unglaublich wirkungsvoll. Ich takte meine Arbeitszeiten, innerhalb derer surfen, chatten und liken verboten sind und gebe mir Pausen, in denen ich ausgiebig machen darf, was ich möchte. Dabei habe ich bemerkt, dass sich meine Konzentrationsfähigkeit mit jedem Tag verbessert hat und der Zwang, ständig online zu sein, immer weiter von mir abgefallen ist. Um diese Entwicklung zu unterstützen, habe ich viele Accounts und Blogs, die mich kaum mehr interessieren, entfolgt und sinnlose Apps deinstalliert. Ein paar Apps habe ich aber noch behalten beziehungsweise neu entdeckt, weil diese für mich keine Zeitverschwendung darstellen, sondern, mehr noch, eine Hilfestellung bieten.

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  1. EVERNOTE


    Evernote ist schlicht ein Programm, mit dem man sich Notizen machen und diese organisieren kann. Das klingt zunächst sehr banal, stellt sich aber im Gebrauch als unglaublich praktisch dar. Ich schreibe damit meine Blogposts, organisiere Städtetrips, sammle Rezeptideen und notiere mir Ideen für Projekte oder die Uni. Schön ist, dass es diverse Möglichkeiten zur Textbearbeitung gibt und man auch Bilder importieren kann. Außerdem lässt sich Evernote auf unterschiedlichen Geräten benutzen: Durch das Benutzerkonto werden die Inhalte ständig synchronisiert.

  2. POMODORO


    Auf diese App greife ich zurück, wenn ich mal wieder ein Konzentrationstief habe. Man notiert sich unterschiedliche Tasks, also Aufgaben, die es im Laufe des Tages zu erledigen gilt. Für einen Task hat genau 25 Minuten Zeit, dann klingelt der Timer. Nach 5 Minuten Pause geht es weiter. Über das Prinzip kann man hier mehr erfahren.

  3. VSCO CAM


    Die meisten werden diese App zur Fotobearbeitung bestimmt schon kennen. Mir gefällt sie aber so gut, dass ich sie trotzdem empfehlen möchte. Von der Arbeit mit Photoshop verwöhnt, habe ich nach einem Equivalent für das Handy gesucht. Ich habe viele Apps ausprobiert, hängen geblieben bin ich aber hier. Die Bearbeitungswerkzeuge sind für Handyfotos mehr als ausreichend (Afterlight kann in der Hinsicht etwas mehr) und die Filter gefallen mir allesamt recht gut. Wer also oft mit dem Handy fotografiert, dem sei diese App empfohlen.

  4. ASANA REBEL


    Ich war immer sehr skeptisch gegenüber Yoga, bis ich mit dieser App einen Versuch gewagt habe. Nach einer Woche kostenlosem Training habe ich mir ohne mit der Wimper zu zucken das Gesamtpaket gekauft. Spricht für die App, nicht wahr? Da ich meine Begeisterung gerne weiter ausführen möchte, werde ich in einem anderen Blogpost die App ausgiebig rezensieren. Stay tuned!

  5. MONUMENT VALLEY


    Bei Monument Valley handelt es sich tatsächlich um ein Spiel. Warum ich es trotzdem nicht als Zeitverschwendung ansehe? Weil es sich in allen Einzelheiten um ein sehr gut gemachtes Spiel handelt. Bei den Aufgaben, die man im Spiel zu erfüllen hat, handelt es sich um kleine Logikrätsel à la M.C. Escher. Die zu verfolgende Story ist ganz süß gemacht, die Optik ist sehr ansprechend und die Musik durchaus meditativ. Ich habe es über einen längeren Zeitraum mittlerweile schon dreimal durchgespielt und der Spaß hat nicht abgenommen. Wer also ob zu viel wissenschaftlicher Texte für die Uni des Lesens kurzzeitig überdrüssig ist und eine spannende Unterhaltung sucht, der sollte sich dieses Spiel ansehen.
Mit diesen Apps seid ihr sicherlich gewappnet für einen organisierten und entspannten Alltag. Ich hoffe, dass für jeden etwas dabei ist!

// Mayla
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