WOCHENRÜCKBLICK KW 36

Wir läuten den Beginn einer neuen Kategorie ein: Ein persönlicher Wochenrückblick mit schnellen Empfehlungen aus allen Bereichen den Lebens! Hier werden wir alles sammeln, was uns so in den vergangenen Tagen über den Weg gelaufen ist. Jede Empfehlung wird mit einem Kürzel, das für unseren jeweiligen Vornamen steht, versehen, damit ihr auch Bescheid wisst ;)


Chiaroscuro-Magazine_Wochenrückblick

Diese Woche hat sich gefühlsmäßig einiges geregt: Hausarbeiten müssen geschrieben werden, die Nebenjobs nehmen viel Zeit ein - und haben kaum Zeit für den Blog. Dafür kann man an anderer Stelle etwas von uns lesen: Die liebe Franziska von Grünes Element hat ein Interview mit uns veröffentlicht. Wir sprechen über vegane und vegetarische Ernährung und unsere Lieblingsrezepte. Und sonst?


GESEHEN


  • Die ab Juli veröffentlichte Netflix-Serie "Stranger Things". Habe ausnahmsweise kein Bingewatching betrieben, weil ich mir diese wirklich spannende Serie für wenigstens ein paar Tage aufheben wollte. Ich habe mich angemessen gegruselt und freue mich auf die nächste Staffel. (M)
  • Das Arte-Dossier zum islamistischen Terror. Ich schreibe gerade eine Hausarbeit über dieses beunruhigende Thema. Die Dokus bieten einen fundierten Überblick über die Entstehung des IS. (M)

GELESEN


  • n meinem Urlaub hatte ich zwei Bücher mit dabei, die schon ewig auf meiner Leseliste stehen, für die ich aber während des Studiums keine Zeit gefunden habe. Zum einen war das "Still Alice" von Lisa Genova, das vor zwei Jahren vefilmt wurde und zum anderen war das "Ein Stammbaum" von Patrick Modiano. Rezensionen zu beiden Büchern werden in den nächsten Wochen folgen! (S)


GEKAUFT


  • Eine Mondkette von dem Etsy-Shop Kalinkati. Der Shop führt minimalistischen aber nicht langweiligen Schmuck und ich habe meine Kette in plastikfreier Verpackung erhalten. (M)
  • Für meinen ersten Urlaub alleine und auch für die geplante Backpackertour im nächsten Jahr, brauchte ich einen neuen, größeren und besser sitzenden Rucksack. Nach einigen Probetragerunden und langem Hin und Her, fiel meine Wahl auf den Deuter Aircontact Pro und ich bin jetzt schon rundum zufrieden. (S)

GEHÖRT


  • Das Hörbuch "Die Farben der Magie" von Terry Pratchett. Auf meinen langen Deichspaziergängen im Urlaub wollte ich nicht nur meinen Gedanken nachhängen, sondern die Zeit nutzen, schöne Hörbücher anzuhören. Terry Pratchett zaubert mir sehr viele schöne Bilder in meinen Kopf und war genau das Richtige.(S)
  • Die Growlers haben die Veröffentlichung ihres neuen Albums für den 30. September angekündigt. Um die zugegeben unerträgliche Wartezeit zu verkürzen haben sie vorab den Titeltrack "City Club" veröffentlicht. Wir sind sehr gespannt! (M)

ALLEINE REISEN

Chiaroscuro-Magazine_Alleine-reisen

WARUM ALLEINE REISEN?


Dieses Thema füllt ganze Facebookgruppen (speziell für alleinreisende Frauen) und diverse Magazinartikel (hier, hier und jüngst hier). Getraut habe ich mich es bis vor kurzem nicht, aber ich denke, es hat sich bei mir bisher keine Gelegenheit ergeben. Nun aber war sie da: seit einer Woche bin ich aus meinem ersten Urlaub alleine zurück. Nach den stressigen letzten Monaten, in denen ich diverse Hausarbeiten verfasst, die Bachelorarbeit vollendet und mein Studium abgeschlossen habe, wollte ich mich zwischen Ferienjob und Praktikum ein bisschen erholen. Um wirklich frei in meinen Entscheidungen zu sein, entschied ich mich, alleine in den Urlaub zu fahren. Ich suchte mir ein kleines Hotel an der Nordseeküste, kaufte mir ein Sommerticket der Deutschen Bahn, suchte mir eine passende Zugverbindung heraus und ersetzte meinen sperrigen, alten und unbequem Rucksack durch einen richtigen Backpackerrucksack, den ich für anstehende Backpackertouren ebenfalls nutzen werde). Nach meinem Ferienjob ging es dann Ende August endlich los und ich war zu meiner eigenen Überraschung überhaupt nicht nervös, sondern voller Vorfreude. Ich freute mich auf das Meer, den Strand und das Alleinsein. Im Gepäck hatte ich meine Kamera, zwei Bücher (eine Rezension wird vermutlich bald folgen), die ich schon länger lesen wollte und einige Hörbücher auf meinem alten MP3-Player. Nachteil ist, dass man die Erfahrungen im Urlaub alle alleine macht und mit keiner nahestehenden Person teilen kann. Ansonsten konnte ich nur Vorteile für mich entdecken: planerische Freiheit haben, keine Kompromisse eingehen müssen und selbstständiger werden. 

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ERSTE ERFAHRUNG: ALLEIN AN DER NORDSEE


Die Anfahrt war, obwohl sie mehr als acht Stunden von Freiburg aus dauerte, sehr angenehm. Dank ICE-Möglichkeit und Sitzplatzreservierung, konnte ich die Hälfte der Fahrt in Ruhe entspannen. Am späten Nachmittag, es war Samstag, kam ich endlich im Hotel an und stiefelte fünf Kilometer zum nächsten Supermarkt. Ich deckte mich mit etwas Gemüse, veganem Aufstrich und ein paar Brötchen ein, da ich im Hotel nur Frühstück bekam. Ich setzte mich den restlichen Abend an den Strand und sah zu, wie die Flut kam. Müde von der vorherigen Nachtschicht im Nebenjob und vermutlich auch etwas von der Reise, schlief ich so tief und gut wie schon seit Monaten nicht mehr. Die folgenden Tage verbrachte ich nach dem Frühstück überwiegend am Strand, lief einige Stunden den Deich entlang und durch das Örtchen und genoss, alleine zu sein. Ich musste mich niemandem gegenüber rechtfertigen, wenn ich doch von meinem Tagesplan abweichen wollte und Lust auf ein Mittagsschläfchen im Hotel hatte. Im Hotel waren überwiegend ältere Menschen und ein paar Familien mit Kindern, was mir sehr entgegen kam. Ich hatte meine Ruhe, Zeit zu fotografieren, ohne dass Mitreisende genervt sind, Zeit, mich in meine Bücher zu vertiefen und beim Deichspaziergang ein Hörbuch anzuhören.

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WÜRDE ICH ES WIEDER TUN?


Ich war zum ersten Mal alleine im Urlaub und ich liebte es von Anfang an. Zu zweit oder in einer Gruppe zu reisen kann zwar auch sehr schön sein, habe ich auch schon gemacht, aber diese Freiheit gibt es nur allein. Während der paar Tage am Meer habe ich mich zu keinem Zeitpunkt einsam gefühlt, sondern war froh, dass ich wenig Empfang und nur schlechtes Wlan hatte. Trotz Langzeitbeziehung und tollen Freunden war ich alleine im Urlaub, was mein direktes Umfeld bewundernswert und mutig fand (war es eigentlich aber nicht). Wenn es sich ergibt, würde ich auf jeden Fall wieder alleine in den Urlaub fahren, der nächste Urlaub wird aber mit dem Partner geplant.

// Sarah

BEAUTY-FAVORITEN IM AUGUST

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Der August ist schon fast vorbei, daher noch schnell meine Beauty-Favoriten dieses Monats. Während der viel zu heißen Tage im August haben  sich hauttechnisch nicht viele Neuerungen ergeben. Ich blieb der tollen Creme von Antipodes treu und versuchte, nicht allzu viel auf meine Haut zu geben. Natürlich gab es trotzdem ein paar Produkte, auf die ich nicht verzichten konnte. Zufälligerweise handelt es sich hierbei allesamt um Neuzugänge. Da sieht man, wie schnell man mit guter, natürlicher Pflege begeistern kann! 


RMS LIP SHINE 'MOMENT'


Dieses Produkt hatte ich mir lustigerweise eigentlich nicht ausgesucht. Bei einer nächtlichen Kaufaktion auf Amazingy hatte ich mir ursprünglich den Lip2Cheek in der Farbe 'Modest' von RMS bestellt. Nun schien es, vermutlich aufgrund der Ähnlichkeit der Namen, eine kleine Verwechslung gegeben zu haben. Nach der ersten Irritation beim Auspacken gab ich dem unerwünschten Produkt aber eine Chance und behielt es. Ich bin den Mädels von Amazingy dafür alles andere als böse und der Service ist sowieso supernett. Der Lip Shine ist eine natürliche Lippenpflege, der einen Hauch von Farbe auf den Lippen hinterlässt. Der 'Moment' ist auf meinen Lippen kaum zu sehen - ein klassisches my lips but better. Die Pflegewirksamkeit ist leicht und eignet sich besonders für den Sommer. Mir gefällt ganz besonders, dass man ihn ohne Spiegel auftragen kann, dafür bin ich sowieso immer wieder zu faul. RMS ist übrigens meine erste Adresse für plastikarme dekorative Naturkosmetik. Auf meiner Wunschliste sind schon der Living Luminizer und einer der Cremelidschatten notiert. Danke für das kleine Versehen, Amazingy!


OLIVEDA MUNDZIEHÖL


Wer etwas gegen verfärbte Zähne tun oder seinem Körper eine kleine Entgiftungskur gönnen möchte, sollte unbedingt einmal Ölziehen ausprobieren. Bei dieser Methode spült man für mehrere Minuten etwa einen Esslöffel eines pflanzlichen Öls seiner Wahl den Mund. Das ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig, nach mehreren Anwendungen ist es aber nicht mehr allzu schlimm. Welche gesundheitlichen Auswirkungen das Ganze mit sich bringt, ist wissenschaftlich kaum belegt, jedoch kann ich bestätigen, dass meine Zähne nach regelmäßiger Anwendung tatsächlich heller und insgesamt "sauberer" wurden. Das  Mundziehöl von Oliveda habe ich zufällig in dem hiesigen Müller entdeckt, der zu meiner Freude immer mehr Naturkosmetik anbietet. Das kleine Probierfläschchen ist nach einem Monat leider schon wieder leer. Die größere Ausführung hat natürlich seinen Preis, aber man unterstützt damit eine tolle Naturkosmetikmarke mit einer ansprechenden Philosophie. Wer trotzdem etwas sparen möchte, kann auch auf Öle zurückgreifen, die man sowieso Zuhause hat. Grundsätzlich ist eigentlich jedes Pflanzenöl zum Ölziehen geeignet, ich persönlich würde aus geschmacklichen Gründen jedoch einfaches Olivenöl oder Kokosöl empfehlen. 


FINE DEODORANT


Der letzte Favorit wird, da bin ich mir sicher, auch für immer einer bleiben. Ich stehe damit nun endlich am Ende einer langen Suche nach einem aluminium- und plastikfreien Deo, das auch tatsächlich Wirkung zeigt. Die Exemplare, die ich bisher ausprobiert hatte, haben alle auf kurz oder lang schlichtweg versagt. Das Fine Deodorant ist irgendwie anders. Die Creme auf Basis von Kokosöl, Kakaobutter und Sheabutter hat eine sehr angenehme Konsistenz und lässt sich problemlos mit den Fingern oder dem mitgelieferten hübschen Spatel aus dem ebenso schönen Tiegel holen. Der Geruch rührt von den enthaltenen ätherischen Ölen und ist angenehm herb. Die Creme ließe sich auch als Parfum benutzen und riecht tatsächlich so gut, dass ich mittlerweile komplett auf zusätzlichen Duft verzichte. Für Mädels, die süßere Düfte bevorzugen, ist das sicherlich nichts, aber das Deo riecht auch nicht zu penetrant. Zudem pflegt dieses Deo, im Gegensatz zu manchen anderen, aufgrund der verschiedenen Öle die empfindliche Haut unter den Achseln. Man kann die Creme auch nach der Rasur auftragen und, ich versichere es euch, da ziept nichts. Zuguterletzt ist die Wirksamkeit des Deos ausgesprochen gut. Auch während der anhaltenden Hitze musste ich kein einziges Mal nachtragen. Vielleicht bemerkt man meine Begeisterung ;) Ich würde euch empfehlen, euch bald ein Exemplar zuzulegen, bevor es wieder überall ausverkauft ist. 

Habt einen schönen Tag!
// Mayla

INTERVIEW: CAPSULE WARDROBE MIT JESSI

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Wir möchten hiermit unsere neue Kategorie einführen: Interviews! Von Zeit zu Zeit werden wir Personen befragen, die uns auf die unterschiedlichste Art und Weise inspirieren. Viel mehr Worte möchten wir dazu nicht verlieren, daher fangen wir einfach an!

Den ersten Versuch wagt Jessi von dem Blog Jessicadoesblogging. Auf ihrem virtuellen Logbuch berichtet sie über den Verlauf ihres Projekts der Capsule Wardrobe, das sie am 1.Mai diesen Jahres begonnen hat. Wer noch nichts von diesem Konzept gehört hat, kann auf dieser Seite die Grundlagen nachlesen. Ihr Blog ist nicht nur deswegen spannend, weil wir Jessi schon sehr, sehr lange persönlich kennen, sondern auch, weil sie so ehrlich über ihre Erfahrungen mit dem Minimalismus berichtet.


1. Aus welchen Gründen hast du dich dazu entschlossen, das Experiment Capsule Wardrobe/Project 333 zu beginnen?

Ich wollte morgens weniger Zeit brauchen, um mich für den Tag fertig zu machen, was mir auch gelungen ist, da ich eine halbe Stunde einsparen konnte und jetzt später aufstehen kann! Ich bin auch der Meinung, dass ich persönlich viel zu viele Klamotten hatte und am Ende trotzdem nichts mehr anzuziehen. Außerdem sind die meisten Dinge, die ich noch weg bringe in einem guten Zustand und noch nicht durchgetragen, weshalb ich an einem Punkt beschlossen habe, nichts mehr Neues einzukaufen und mit meiner bestehenden Garderobe für ein Jahr eine Capsule Wardrobe zu machen.


2. Was hat dich dazu inspiriert?

Definitiv hat mich hat mich dazu der YouTube-Channel LightbyCoco inspiriert. Von ihr habe ich das erste Mal über Capsule Wardrobe und Minimalismus gehört. Des Weiteren haben auch die Bücher von Marie Kondo großen Einfluss auf mich. Für mich sind die Konzepte logisch und machbar, weshalb ich mich dazu entschieden habe, diesen Lifestyle für mich zu adaptieren.


3. Hast du ein bestimmtes Ziel vor Augen?

Ja das habe ich, aber diese haben sich mit der Zeit geändert. Zu Beginn wollte ich das Jahr schaffen und mir selbst beweisen, dass ich so ein Projekt durchhalten kann. Mittlerweile kommt hinzu, dass ich wirklich das Beste aus meiner Garderobe holen will.


4. Siehst du irgendwelche Nachteile an dieser Methode? Ärgerst du dich manchmal, dass du keine anderen Klamotten kaufen kannst?

Klar ärgere ich mich darüber, weil es doch manchmal Dinge gibt, die man irgendwo gesehen hat und gerne hätte. Aber andererseits bin ich auch ganz froh darüber, dass ich mich nicht dem Kaufstress übergeben muss. Damit meine ich das ewig lange durch die Stadt laufen, 1000 Kleidungsstücke anprobieren, wo mit viel Glück höchstens 2 passen, zudem ist die richtige Farbe ist gerade nicht im Trend oder der passende Schnitt für die Figur. Und so kommt man frustriert und mit leeren Händen zurück und ärgert sich nur über sich selbst, weil man nicht in die heutige Mode hineinpasst.
Oh ja, Nachteile gibt es, aber das liegt zum Teil an den Rahmenbedingungen, die ich mir selbst geschaffen habe. Die Kleidung die man aktuell besitzt, gibt einen Rahmen vor, wie viel man auf die Waage bringen darf. Wenn es mehr ist, habe ich weniger anzuziehen. Bei einer „normalen“ Capsule Wardrobe könnte ich nach 3 Monaten sagen, dass ich mir jetzt eine neue Hose kaufe, die mir eher passt, aber das geht hier nicht. Also muss ich abnehmen… vielleicht ist das nicht ganz so schlecht


5. Hast du etwas daraus gelernt, wenn ja, was?

Ja und zwar, dass man Kleidung, die man aktuell hat, mehr schätzen sollte und sich mehr Gedanken beim Kauf von neuen Kleidungsstücken machen sollte. Täglich werden Berge von ungetragener Kleidung entsorgt und noch mehr nachproduziert. Diese Art von Konsum sendet die falschen Signale an den Markt und hilft am Ende niemandem. Weder den Produzierenden, der Umwelt, noch dir.


6. Gibt es noch andere Projekte in diese Richtung, die du gut findest und ausprobieren möchtest?

Project Pan und Pan that Palette sind zwei Konzepte, die ich gut finde und auch anwende auf alles, was man aufbrauchen kann. Es ist wirklich ein befriedigendes Gefühl, wenn man bei einem Lidschatten das Blech unten sieht, bei einem Lippenstift nichts mehr rausbekommt oder den Boden eines Nagellackfläschchens sieht! Ich bin aktuell bei meinem ersten Project Pan mit 5 Produkten und habe schon 3 davon aufgebraucht. Ich bin schlichtweg davon begeistert und werde mit den Projekten weitermachen. Außerdem habe ich vor, nächstes Jahr mit einer neuen Lidschattenpalette ein Pan that Palette durchzuführen.

7. Hast du vor, das Projekt beizubehalten oder ist es nur ein temporärer Versuch?

Ich möchte auf jeden Fall eine Capsule Wardrobe in Zukunft beibehalten. Sobald das Jahr um ist, wird es ein großes Clean Out geben, wo Kleidungsstücke wegkommen, die ich wirklich nicht mehr tragen kann, weil sie Löcher haben oder Flecken, die mit dem Waschmittel nicht mehr rausgehen. Danach werden die Lücken gefüllt mit Kleidung, die ich versuche größtenteils secondhand zu bekommen. Gegebenenfalls verkürze ich meine Capsule Wardrobe von einem Jahr zu 6 Monate und/ oder habe mehr als 33 Kleidungsstücke. Aber das ist noch alles Zukunftsmusik.

8. Was kannst du uns allen zum Abschluss noch empfehlen?

Geht durch eure Garderobe und versucht zu jedem Kleidungsstück Kombinationsmöglichkeiten zu finden. Wenn ihr euch nicht sicher seid, nehmt euch vor, das Kleidungsstück innerhalb der nächsten Woche zu tragen. Wenn ihr immer einen Bogen darum macht und im Kopf Ausreden findet, warum ihr es heute nicht tragen wollt, dann solltet ihr dafür ein neues Zuhause finden. Ansonsten versucht jedes Kleidungsstück so oft wie möglich zu tragen bevor ihr es weggebt.


Liebe Jessi, vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen! Wer noch etwas mehr über das Projekt wissen möchte, darf sich gern an Jessi wenden oder kommentieren. Vielleicht ist ja der ein oder andere inspiriert und nimmt sich für das Wochenende eine kleine Entrümpelung vor. Habt auf jeden Fall eine schöne Zeit!

MOODBOARD AUGUST: LATE SUMMER EDITION

Ich habe das Gefühl, in ein tiefes Sommerloch gefallen zu sein. Außer den Hausarbeiten passiert nicht viel. Dafür nehme ich mir abends oft frei und gehe spazieren, sobald es nicht mehr zu heiß draußen ist. Ein wenig Abkühlung verschafft auch dieses Rezept für Infused Water. Es könnte nicht einfacher sein: Man nehme ein Glas Wasser und garniere es mit Obst, Gemüse und/oder Kräutern. Ich trinke zwar sehr gerne pures Leitungswasser, manchmal darf es aber auch etwas mehr Geschmack sein. Da ist das Rezept eine gute Möglichkeit, wenn man gerade etwas auf Zucker verzichten möchte. Und das Ganze sieht auch noch ganz hübsch aus.

Im Moment habe ich wieder eine Phase, in der ich alles Überflüssige aus der Wohnung entfernen könnte. Allerdings möchte ich persönlich nicht solchen Konzepten wie zum Beispiel der Capsule Wardrobe folgen - zu diesem Thema wird es aber noch diese Woche ein Interview auf dem Blog geben! Stattdessen sortiere ich einfach ein paar Dinge spontan aus und versuche, den Rest in eine bessere Ordnung zu bringen. Inspiration bietet, wie so oft, Pinterest.

Der einzige Blogartikel, der mich diesen Monat so richtig vom Hocker gehauen hat, stammt von der lieben Jasmin von Tea & Twigs. In einem Post und einem Video zeigte sie ihr Bullet Journal Layout. Das durchdachte Konzept hat mich derart angesprochen, dass ich mir sofort ein neues Notizbuch zugelegt habe. Ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt, ein Bullet Journal zu beginnen, leider hatte ich bisher noch kein für mich funktionierendes System zur Hand. Jasmin hat dieses Problem nun in Luft aufgelöst. Danke dafür und mach weiter so! ;)

Genießt das schöne Spätsommerwetter!


// Mayla

ÜBER MEINEN GELDBEUTEL AUS KORK

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Nachdem mein alter Kunstledergeldbeutel ausgedient hatte, musste etwas Neues her. Am Rande hatte ich mitbekommen, dass es auch Geldbeutel aus Kork gibt und habe mir einen selbigen zu Weihnachten gewünscht. Seit Ende 2015 habe ich nun meinen Geldbeutel von bleed in Gebrauch und bin vollends zufrieden: das Material fühlt sich toll an, er bietet genügend Platz für jegliche Karten, Einkaufszettel und Geldscheine. Das Münzfach schließt mit einem Druckknopf, darf nur nicht zu voll werden, da das Material um den Knopf herum schlecht nachgibt und dann etwas schwierig zu schließen ist. Beim Schütteln oder Rennen fällt aber nichts heraus.

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Ökologisch betrachtet scheint Kork erstmal gut dazustehen, sodass es mittlerweile nicht nur Geldbeutel aus Kork gibt, sondern auch Rücksäcke, Umhängetaschen oder Gürtel.

// Sarah

ÜBER ENTSCHLEUNIGUNG: TIPPS FÜR EINEN ENTSPANNTEN ALLTAG

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Wir Digital Natives und Early Adopter haben vor allem mit einem zu kämpfen: Dem schnelllebigen Alltag, meist der Arbeit und den sozialen Medien geschuldet. Wir instagrammen, bloggen, snappen pausenlos, zwischendurch fangen wir ein Pokémon und vor dem Schlafengehen scrollen wir noch schnell durch Facebook und diverse Nachrichtenapps. Meist mit der Folge, dass man mit viereckigen Augen im Bett liegt und nicht zur Ruhe kommt. Wir sind ständig erreichbar durch zahlreiche Messenger und Mailapps und sind stets auf der Suche nach dem nächsten Wifi. Dabei übersehen wir die Welt um uns herum. Wir vergessen, uns vollwertig zu ernähren und nach kürzester Zeit können wir uns schon nicht mehr konzentrieren. Ich könnte hier so viel mehr negative Folgen unseres digitalen Lebens aufzählen, aber eigentlich wissen wir doch schon alle Bescheid. Wir sollten uns wieder mehr ganz uns widmen und uns für einen Moment zurücklehnen.


STAY OFFLINE


Die sicherlich schwerste Amtshandlung auf dem Weg zu einem entspannteren Leben dürfte sicherlich das offline bleiben darstellen. Mal das Handy länger als zehn Minuten links liegen lassen und es auch nicht mehr ins Schlafzimmer mitzunehmen sind zwei leichte Übungen, wenn man mit nur ein bisschen Durchhaltevermögen an die Sache rangeht. Schon nach kurzer Zeit wird man feststellen, dass es einem nicht fehlt. Auch den Laptop sollte man mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen nicht mehr benutzen: Das bläuliche Licht stört unseren Biorhythmus und hindert uns daran, müde zu werden. Sollte der Laptop in dieser Zeit dennoch dringend gebraucht werden, kann man alternativ auch solche Programme wie f.lux benutzen. Es reguliert die Kelvin-Zahl von 6500 auf etwa 3400 und das menschliche Auge fühlt sich von dem eigentlich unnatürlichen Licht nicht mehr allzu sehr gestört. 


MEDITATE


Die Mütze Schlaf, die wir durch den Verzicht auf elektronische Medien mehr bekommen, wird uns gleich viel ruhiger fühlen lassen. Warum nicht dieses Gefühl verlängern? Nehmt euch doch einmal vor, alles was ihr tut, mit vollster Konzentration zu tun. Mehr noch, ihr widmet euch ganz allein einer ganz bestimmten Tätigkeit. Nebenher ist vielleicht nur Musik hören erlaubt. Steht nach Möglichkeit früher auf uns duscht mit voller Hingabe ohne Zeitdruck, kocht euch euer Essen, ohne es für Instagram fotografieren zu müssen, macht einen Spaziergang und lasst das Handy daheim oder kuschelt euch mit euren Liebsten ein, ohne den Fernseher oder Netflix einzuschalten. Euch wird die positive Wirkung nicht entgehen: Plötzlich wirken die simpelsten Aktivitäten meditativ. Und, ohne nun allzu gurumäßig klingen zu wollen, eure gesamte Wahrnehmung wird sich verändern. Beim Kochen nehmt ihr Konsistenz der Nahrungsmittel und deren Gerüche besser auf, eure Umgebung wirkt plötzlich aufregend und entdeckenswert und eure Lieben werden sich ob der ganzen Aufmerksamkeit natürlich auch freuen. 


EXPLORE


Wenn ihr in der Stadt lebt, werdet ihr dann mit Sicherheit bald feststellen, dass es unglaublich laut ist. Hier empfiehlt sich der altbekannte Trick: Fahrt raus in die Natur. Lasst die olle Schminke daheim, werft euch in gemütliche Klamotten und geht einfach los. Oder sucht euch vorher noch eine schöne Wanderstrecke raus. Ganz wie euch beliebt. Als Hilfsmittel ist das Internet erlaubt, zumindest, bis ihr am angedachten Ort angekommen seid. Wer einen weiten Weg raus aus der Stadt hat, dem bietet sich ein Besuch an Örtlichkeiten an, für deren Besuch man sich sonst nie Zeit genommen hat. Geht ins Museum, auch wenn dort nur ominöse Exponate ausgestellt werden, besucht die schräge Bar, an der ihr jeden Tag vorbeilauft oder gönnt euch eine Weinprobe. Selbst wenn es eine komische Erlebnis wahr, so seid ihr zumindest um eine Erfahrung reicher. 


DO SOMETHING


Sucht euch ein Hobby! Wer ständig im Internet ist, hat keine Zeit, sich daneben anderen Dingen zu widmen. Im Umkehrschluss kann man sich allerdings auch ganz gut mit Hobbies vom Handy abhalten. Die Bandbreite ist unermesslich, was ihr euch dabei auswählt, ist ganz euch überlassen. Ganz egal, ob ihr ein altes Hobby wiederbelebt oder euch an etwas Neuem versucht, ihr werdet sicherlich die Zeit mit euch selbst genießen. Und ich verspreche euch, dass euch eure Arbeit bald leichter fallen wird. Wer sich gedanklich nicht ständig mit den gleichen Dingen beschäftigt, kann kreativer und auch konzentrierter sein.

Wer diese Tipps aktiv anwendet, wird schon bald bemerken, wie der Stress langsam von ihm abfällt. Habt noch eine schöne, entspannte Restwoche!

// Mayla